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Mögliche Verkehrs- und Grenzblockaden auf dem Westbalkan ab 14. September 2026

Transportunternehmen in Serbien, Bosnien und Herzegowina, Montenegro und Nordmazedonien haben angekündigt, ab dem 14. September 2026 Protestmaßnahmen an Grenzübergängen zur Europäischen Union durchzuführen. Sollten die angekündigten Blockaden stattfinden, ist mit erheblichen Beeinträchtigungen im internationalen Straßengüterverkehr zu rechnen.

Hintergrund: 90/180-Tage-Regel für Berufskraftfahrer

Auslöser der Proteste ist die sogenannte 90/180-Tage-Regel im Schengen-Raum. Danach dürfen sich Drittstaatsangehörige grundsätzlich höchstens 90 Tage innerhalb eines Zeitraums von 180 Tagen im Schengen-Raum aufhalten. Dies gilt auch für Berufskraftfahrer aus den Westbalkan-Staaten, die regelmäßig internationale Transporte in die Europäische Union durchführen.

Die Transportunternehmen sehen dadurch die Durchführung grenzüberschreitender Transporte zunehmend erschwert und fordern eine auf die besonderen Anforderungen von Berufskraftfahrern zugeschnittene Regelung.

Die Europäische Kommission erklärte Anfang September, dass die bestehenden Schengen-Regelungen weiterhin gelten. Gleichzeitig verwies sie auf mögliche Lösungen innerhalb des bestehenden Rechtsrahmens, beispielsweise über längerfristige Visa, Aufenthaltstitel oder bilaterale Vereinbarungen.

Mögliche Auswirkungen auf Transporte

Sollten die angekündigten Blockaden umgesetzt werden, können insbesondere Transporte zwischen Serbien, Bosnien und Herzegowina, Montenegro und Nordmazedonien sowie der Europäischen Union betroffen sein. Mögliche Folgen sind längere Wartezeiten und Verzögerungen bei Abholungen, Transitverkehren und Zustellungen.

Auch Auswirkungen auf Lieferketten und geplante Laufzeiten können nicht ausgeschlossen werden. Unternehmen mit zeitkritischen Sendungen auf den betroffenen Relationen sollten dies bei ihrer Transportplanung berücksichtigen.

Streck Transport beobachtet die weitere Entwicklung

Wir verfolgen die Situation aufmerksam und stehen in engem Austausch mit unseren Partnern vor Ort. Sobald sich relevante Änderungen ergeben oder konkrete Auswirkungen auf Transporte abzeichnen, werden wir entsprechend informieren.

Bei Fragen zu Ihren Sendungen oder zur aktuellen Transportsituation stehen Ihnen Ihre persönlichen Ansprechpartner bei Streck Transport gerne zur Verfügung.